coalmine literarische
12.04.2010 / 20.00 Uhr
Reiner Kunze
lindennacht
«Die welt entfernt sich»
Reiner Kunze: «lindennacht»
Eingeführt von Lisa Briner
In der Schönheit der Schöpfung ist der Mensch das störende Element. Fünf Silben Wehmut und sieben Silben Einsamkeit: Reiner Kunze bezieht seinen lyrischen Beobachtungsposten bezieht abseits der Geschäftigkeit des Tages. „Die linde blüht, und es ist nacht / Das dröhnen der bienen ist verstummt, statt ihrer / wimmelt es von sternen“ heisst es im titelgebenden Gedicht des Bandes lindennacht. Es sind Alterswerke, in denen Kunze seine Kunst der Verknappung und der Reduktion auf das Unverzichtbare lapidar vorantreibt.
Reiner Kunze, geboren 1933 in Oelsnitz im Erzgebirge; Bergarbeitersohn, Studium der Philosophie und Journalistik in Leipzig. 1977 Übersiedlung in die Bundesrepublik. Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag die gesammelten Gedichte in dem Band gedichte, Der Kuss der Koi. Prosa und Fotos, die Nachdichtungen Wo wir zu Hause das Salz haben sowie der Gedichtband lindennacht. Für sein umfassendes lyrisches, essayistisches und erzählendes Werk erhielt Reiner Kunze zahlreiche Literaturpreise, darunter den Georg-Büchner-Preis, den österreichischen Georg-Trakl-Preis und den Friedrich-Hölderlin-Preis. Seine Lyrik und Prosa wurden in dreissig Sprachen übersetzt.
Platzreservationen nur beim Sekretariat der Literarischen Vereinigung Winterthur
Eintritt Erwachsene: 20.- / SchülerInnen & Studierende: 5.- / Mitglieder: Eintritt frei
Abendkasse ab 19:00 Uhr geöffnet. Barbetrieb bis 22.30 Uhr
Sekretariat: Thomas Keller, Wildbachstrasse 8, 8400 Winterthur
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